Der Soundtrack für schlaflose Nächte:
Since11 präsentieren ihre neue EP „LARA“
Manche Bands brauchen Jahrzehnte, um ihren Sound zu finden.
Since11 scheint
sie in einer Sommernacht zwischen Aperol Spritz und dem Geruch von Diesel
im alten Tourbus einfach aus der Luft gegriffen zu haben. Nach dem
Achtungserfolg von „Kinky Universe, Random Trouble“ (2024) erscheint am 24.
April 2026 ihre neue EP „LARA“ – ein Werk, das den DIY-Spirit der Band
perfekt einfängt und gleichzeitig zeigt, wie sehr das Quartett musikalisch
gewachsen ist.
Die Anatomie eines Augenblicks
„LARA“ ist keine EP, es ist eine fragmentarische Geisterjagd. Wer ist Lara?
Sie ist der Beat, zu dem wir uns bewegen („Oh Lara“), sie ist die Zeugin
unserer schlechtesten Entscheidungen („Painting Constellations“) und diejenige, die uns am Ende sagt, was wir eigentlich schon wussten: „Love Is
Not The Answer“.
Musikalisch bewegen sich Since11 in einem Korridor, den Sam Fender, The
1975, Bleachers und die Stereophonics zwar gebaut haben, in dem sie aber
jetzt ihre ganz eigene Party feiern.
So klingt die EP
Der Opener: „Love Is Not The Answer“ ist das bisher unveröffentlichte
erste Puzzleteil der EP. Die Band liefert darin eine schonungslose
Bestandsaufnahme über Stillstand und die schmerzhafte Erkenntnis, dass
Liebe manchmal eben nicht die Lösung ist, sondern das Chaos erst perfekt
macht. Ehrlicher Rock, reduziert auf das Wesentliche.
Der Aufruhr: „I Don’t Wanna Be Like You“ ist das lautstarke Nein-Sagen in
einer Welt, die nur Ja-Sager will. Ein tanzbares Statement gegen den
Einheitsbrei und vorgefertigte Rollenbilder, kantig und mit der nötigen
Portion „Mir-doch-egal“-Attitüde.
Der Rausch: „Oh Lara“ fühlt sich an wie Herzrasen in Zeitlupe: Indie-Disco
auf dem Peak, völlig verdient in den Spotify-Editorial-Playlists gelandet.
Ein Song über den Moment, in dem dich eine Begegnung völlig unvorbereitet
erwischt und du die Kontrolle freiwillig abgibst.
Die Kollision: In „Painting Constellations“ bricht der gewohnte IndieSound von Since11 zum ersten Mal auf. Der unverkennbare Flow von Rapper
Alex the Judge bringt eine urbane Schärfe in den Track, die perfekt mit
dem Thema des „bewussten Wegsehens“ spielt.
Der Aufbruch: „Destination Anywhere“ ist das folkige Ausatmen. Der Moment
am Bahnsteig, wenn man weiß, dass man gehen muss, aber noch nicht weiß,
wohin – ein melancholischer, aber befreiender Soundtrack für alle, die das
Loslassen als einzige Richtung akzeptiert haben.
DIY-Ethos und eigenes Festival
Since11 sind keine Industry-Plants. Sie sind das Ergebnis von 15 Jahren
Freundschaft, DIY-Spirit und dem Hunger auf die Bühne. Das beweisen sie
nicht nur als Support für Schwergewichte wie Sawyer Hill oder Paul
Gilbert, sondern vor allem mit ihrem eigenen Festival: dem DITCH DAY.
Am 8. Mai 2026 kehrt das Festival in das Point (Neumarkt) zurück. Es ist
das Heimspiel einer Band, die längst über ihren Heimatort hinausgewachsen
ist, aber nie vergessen hat, wo der Schmutz unter den Fingernägeln
herkommt.
Was die Welt sagt:
„Since11: So lässig wie ein lauer Sommerabend.“ – Barfuss
Über die Band
Gegründet 2011 in Südtirol von Claus Stecher und Philipp Trojer, hat das
Projekt seinen Radius über die Jahre konsequent erweitert: Von der alpinen
Heimat aus hat sich die Band eine loyale Basis in Süddeutschland,
Österreich, der Schweiz und Norditalien erspielt.
Heute agiert das Quartett mit einer doppelten Basis in Zürich und Bozen.
Diese Achse zwischen urbaner Metropole und rauer Berglandschaft spiegelt
sich auch in ihrem Sound wider. Trotz Airplay-Erfolgen rund um den Globus
sowie Support-Shows für internationale Rock-Größen wie Wolfmother, Paul
Gilbert oder Mother’s Cake sind Since11 ihrem Kern treu geblieben:
Ehrlicher Sound, absolute Live-Präsenz und ein DIY-Spirit, der keine
Kompromisse kennt.
Mit der EP „LARA“ beweisen Since11, dass sie nicht mehr nur nach ihrer
Stimme suchen, sie haben sie gefunden und nutzen sie lauter als je zuvor.

