Lale Andersen - Blaue Nacht Am Hafen

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"Lili Marleen" macht Lale Andersen weltweit berühmt. 1942 verstummt das Lied über den Abschied eines Soldaten, weil die Nationalisten es verbieten. Am 23. März 2005 kommt die Sängerin in Bremerhaven zur Welt. Lale Andersen kommt als Liese-Lotte Bunnenberg am 23. März 1905 in Lehe bei Bremerhaven zur Welt. Schon als Kind singt sie gerne und verbringt viel Zeit am Theater mit Künstlerinnen und Künstlern. Bereits mit 17 heiratet sie den Maler Paul Ernst Wilke. Nach sieben Jahren Ehe verlässt die junge Frau ihren Mann und die drei Kinder, um in Berlin, München und Zürich ihr Glück als Schauspielerin und Sängerin zu suchen. Sie bekommt erste Engagements, tritt dabei oft im Matrosenanzug als "kühle Blonde mit dem rauchigen Timbre aus dem Norden" auf. Und sie sucht nach einem passenden Alter Ego: Aus Liese-Lotte Bunnenberg wird Lale Andersen. 1933 lernt sie den jüdischen Komponisten und späteren NDR Musikchef Rolf Liebermann kennen und lieben. Doch das Leben als Schauspielerin und Sängerin ist hart und das Auskommen dürftig.

Als Lale Andersen zum ersten Mal "Lili Marleen" singt, ahnt sie noch nicht, wie das Lied ihr zukünftiges Leben verändert. Die Melodie zum Gedicht von Hans Leip stammt vom Berliner Komponisten Norbert Schultze. Dieser nimmt das Lied 1938 zusammen mit Lale Andersen in Berlin auf, zunächst mit eher mäßigem Erfolg - es werden nur 700 Schallplatten verkauft. Ein Jahr später wird das Lied neu abgemischt, mit einem Orchester. Im Hintergrund ist dabei ein Soldatenchor und ein dezenter Marschrhythmus zu hören. "Lili Marleen" wird zum "Symbol für Heimweh, Trennung und Sehnsucht […], vor allem für Hoffnung auf Wiedersehen" - so beschreibt Schultze das Lied.

1941 kommt für das schwer verkäufliche Produkt die Wende. Damals geht dem Leiter des deutschen Besatzungssenders in Belgrad die Musik aus. Als der beauftragte Unteroffizier mit Platten von der Radio-Verkehrs AG aus Wien zurückkommt, hat er "Lili Marleen" mit im Gepäck. Jeden Abend um kurz vor zehn Uhr beendet der Radiosender das tägliche Programm mit dem Musikstück. Kein anderes Lied erreicht damals so viele Menschen wie "Lili Marleen", das die Frontsoldaten in Europa und Nordafrika mit ihren Frauen und Bräuten in der Heimat verbindet. Kein anderes Lied wird im 20. Jahrhundert außerdem in so viele Sprachen übersetzt. Die hohe Popularität sorgt allein in der deutschen Originalfassung des Soldatenliedes für einen Umsatz von rund zwei Millionen Platten. "Lili Marleen" ist der erste Millionenseller der deutschen Schallplattengeschichte. Die in die USA emigrierte Marlene Dietrich singt das Lied in den späten Kriegsjahren und danach sogar für US-Soldaten.


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